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Kondensationseffizienz

KondensationseffizienzDie Kondensationseffizienz (Ct) bezeichnet die Effizienz, mit der ein Trockner auch aus unserem Test – ganz gleich welcher Gattung – die Entnahme von Feuchtigkeit an die Zimmerluft verhindert. Je weniger Feuchtigkeit an die Luft abgegeben wird, desto höher ist der Kondensationseffizient. Der Wert lässt sich überaus einfach berechnen. So wird die Feuchtigkeit der Kleidung vor dem Trocknungsgang gemessen und mit vergleicht diese mit der Wassermenge, die sich nach dem Trocknungsgang im sogenannten Kondensationsbehälter sammelt.

Tabellarische Übersicht der Kondensationseffizienz

Es gibt mehrere Effizienzklassen, die der Kondensationseffizient eines Trockners zugeordnet wird. In 10-Prozent-Schritten erfolgt die Abgrenzung der einzelnen Effizienzklassen, wie auch die nachfolgende Tabelle deutlich macht:

KondensationseffizienzklasseGewichtete EffizienzAbgegebene Feuchtigkeit
G0% – 40%Mehr als 3,0
F40% – 50%Maximal 3,0
D50% – 60%Maximal 2,5
E60% – 70%Maximal 2,0
C70% – 80%Maximal 1,5
B80% – 90%Maximal 1,0
A90% – 100%Maximal 0,5

Im Gegensatz zur Energieeffizienz gibt es bei der Kondensationseffizienz keine Klasse A+ und A++. Zudem ist rechnerisch gesehen das Erreichen einer gewichteten Effizienz von 100 Prozent nicht möglich, da Feuchtigkeit immer zumindest in einem geringen Maße an die Luft abgegeben wird.

Formel: So lässt sich die Kondensationseffizienz berechnen

Die Berechnung des Kondensationseffizienten ist alles andere als schwierig. Nur wenige Formeln reichen aus, um diesen und seine einzelnen Bestandteile zu errechnen:

FormelAussage der Formel
Ct = 3 x Cdry + 4 x Cdry½Kondensationseffizienz eines Programms (in %)
ElementAussage des Elements
Cdrydurchschnittliche Kondensationseffizienz des Programms Baumwollprogramms im komplett befüllten Trockner
Cdry½durchschnittliche Kondensationseffizienz des Programms Baumwollprogramms im halb befüllten Trockner

* Die Kondensationseffizienz C wird im Rahmen von Testläufen eines Trockners vor der Markterscheinung bzw. im Rahmen der Bewertung auf Basis der EU-Richtlinie durch das Europäische Parlament berechnet. Als

Nachteile eines geringen Kondensationseffizienten

Es gibt einige Nachteile, mit denen ein geringer Kondensationseffizient daherkommt, insbesondere dann, wenn die Feuchtigkeit an die Zimmerluft abgegeben wird. Dazu gehören:

  • Gefahr einer Schimmelbildung an Decken und Wänden
  • Atmungsschwierigkeiten aufgrund erhöhter Luftfeuchtigkeit

Um erstgenannte Nachteile verhindern zu können, muss die Wohnumgebung, die vom geringen Kondensationseffizienten betroffen ist, gut gelüftet werden. In der kalten Jahreszeit erhöhen sich dadurch die Heizkosten, da die Heizkörper mehr Energie verbrauchen. Wenn die Heizkörper während des Lüftens nicht arbeiten, sinkt die Raumtemperatur rapide, was u. a. Nierenschäden zur Folge haben kann.


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